Leben ist mehr

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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Samstag 15. Juni 2013, 20:50

Samstag, 15. Juni 2013

An jeden Ort ist euer Glaube an Gott hinausgedrungen.
1. Thessalonicher 1,8
Zwei Missionare machen Weltgeschichte

In den Stürmen der Völkerwanderung (4.-6. Jh. n. Chr.) waren die Germanen in den Süden und Westen Europas gezogen und dort christianisiert worden. Von Osten her rückten die heidnischen Slawen nach, zum Balkan, wo sie zum Teil Christen wurden, und in den Raum Mitteleuropas, wo sie in Auseinandersetzung mit den christlichen Franken traten. Als sich der Fürst des ersten slawischen Staates, Großmähren (im Gebiet des heutigen Tschechiens), des fränkisch-katholischen Einflusses erwehren wollte, sandte er zum oströmischen Kaiser nach Byzanz (heute Istanbul) und bat um slawische Missionare: »Wir Slawen sind ein einfaches Volk, und wir haben niemanden, der uns die Wahrheit (das ist die Bibel) erklären könnte.«
Der Kaiser sandte darauf im Jahr 863, vor 1150 Jahren, von den Balkan-Slawen in Thessaloniki die Brüder Kyrillos († 869) und Methodios († 885), die den Slawen in Mittel- und Osteuropa nicht nur das Evangelium verkündeten, sondern auch in Anlehnung an ihre griechische Sprache eine Schrift entwickelten, um die Bibel ins Slawische zu übersetzen, das sog. Altkirchenslawisch mit »kyrillischen« Buchstaben. Es hatte die weltgeschichtliche Folge, dass die Menschen zwischen Wolga und Donau nicht nur Gottes Wort hören, sondern auch lesen konnten, wenn sie denn lesen lernten.
Was der Apostel Paulus einmal, geführt durch den Geist Gottes, den Christen in Thessalonich für ihr Griechenland bestätigt hatte, war 800 Jahre später für ein noch viel größeres Gebiet wahr geworden (siehe Tagesvers!). Es ist nicht zu ermessen, wie viele Menschen durch den Glauben an Jesus Christus seitdem gesegnet wurden.

Gerhard Jordy
Ist es nicht erstaunlich, welch ungeahnte riesige Auswirkungen geringfügige Anlässe haben können?
Im Leben jedes Menschen gibt es Situationen, in denen Gott uns auf das Wichtigste für uns, auf unser ewiges Heil, aufmerksam macht.
1. Thessalonicher 2,1-13
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Sonntag 16. Juni 2013, 14:15

Sonntag, 16. Juni 2013

Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen,... erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.
1. Petrus 1,18-19
Viel zu teuer

»Das ist doch viel zu teuer!«, höre ich einen jungen Mann sagen. Er will am Bauernmarkt Äpfel kaufen. »Bei Aldi sind die viel billiger.« Je billiger, desto besser. Wo es nur irgendwie geht, versuchen wir zu sparen. Blättchen mit Angeboten füllen unseren Briefkasten und wenn ein Handwerker für eine Reparatur 150€ verlangt, denke ich oft, das sei schrecklich teuer. Unsere Welt ist geprägt von einem Billig-Wahn. Die Discounter erleben in Deutschland einen Boom und konkurrieren weiterhin mit den billigsten Preisen. Eine Elektronik-Handelskette warb sogar mit dem Slogan: »Geiz ist geil!«
Ist es wirklich toll, geizig zu sein, und etwa die armen Bananenbauern fast umsonst arbeiten zu lassen? Manchmal vergesse ich beim Einkauf, wie viel Arbeit in solchen Produkten steckt. Wir alle wollen Geld sparen, wo es geht, aber trotzdem auf nichts verzichten.
Leider sind wir oft auch nicht bereit, Geld, Zeit und Bemühen in Beziehungen zu stecken. Wie oft entdecke ich bei mir selbst die Einstellung, dass ich möglichst wenig investieren will, aber trotzdem das Beste für mich herauskommen muss!
Gott dachte da ganz anders. Er wollte uns Menschen retten, hat dafür aber nicht nach einer billigen Variante gesucht. Im Gegenteil, er hat es sich äußerst viel kosten lassen. Er investierte nicht möglichst wenig, um das Beste für sich selbst zu bekommen. Nein, er gab sein Bestes, um dafür uns sündige Menschen, die gar nichts von ihm wissen wollen, zu erkaufen. Für unsere Errettung gab es keine schnelle, billige Lösung. Nein, Gott musste das Teuerste geben: seinen eigenen Sohn. Er war bereit, seinen Sohn am Kreuz für uns sterben zu lassen. So viel waren Sie und ich ihm wert!

Michaja Franz
Auf welche Weise beweisen Sie Solidarität mit den Unterdrückten?
Sparsamkeit ist gut, wenn man das Gesparte richtig verwendet.
Sprüche 11,24-28
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Montag 17. Juni 2013, 23:54

Montag, 17. Juni 2013

Siehe, Nationen gelten wie ein Tropfen am Eimer und wie Staub auf der Waagschale. Siehe, Inseln hebt er hoch wie ein Stäubchen.
Jesaja 40,15
Der »17. Juni 1953« in der DDR

Bis zur Wiedervereinigung 1990 war der 17. Juni ein beliebter Feiertag in schöner Jahreszeit. War das Wetter angenehm, füllten sich die Freibäder. Und lag das Datum günstig zu einem Sonntag, war ein Kurzurlaub drin.
Dabei war der 17. Juni eigentlich kein fröhlicher Feiertag, sondern das genaue Gegenteil. Das westliche Deutschland beging ihn offiziell zum Gedenken an den Freiheitskampf der Ostdeutschen gegen die sowjetische Herrschaft und ihre Handlanger, die ostdeutsche Regierung. Manch einem ist das berühmte Bild unvergesslich, wie junge Männer in Ostberlin die sowjetischen Panzer mit Pflastersteinen bewarfen.
Natürlich wurde der Aufstand niedergeschlagen. So mussten die Aufständischen die Folgen ihres Handelns tragen. Manches Todesurteil wurde vollstreckt, manche Haftstrafe verhängt. Doch dauerte es kein Menschenalter, bis dieser Staat, die »Deutsche Demokratische Republik«, in sich zusammenfiel, und nicht nur das, sondern das ganze sowjetische Imperium.
Was die Pflastersteine gegen sowjetische Panzer nicht vermochten, das bewirkten friedliche Demonstrationen 1989/90. Aber nur, weil Gott, der Herr aller Geschichte, entschieden hatte: Die Zeit dieses kommunistischen Imperiums sollte vorbei sein, so wie die vieler Reiche vor ihm. Als Christen dürfen wir stets das Vertrauen in Gott haben, dass alles, was uns widerfährt, unter der Zulassung Gottes steht, auch wenn wir es nicht verstehen können. Da ist Geduld und Abwarten gefragt, niemals aber gewaltsames Eingreifen. Der Herr Jesus Christus hat nämlich gesagt: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt!« (Johannes 18,36). Das gilt auch für uns. Wir dürfen sehen, wie Gott handelt, und brauchen ihm nicht nachzuhelfen.

Karl-Otto Herhaus
Wie rüsten Sie sich für eine lange Wartezeit?
Man kann nicht Böses mit Bösem vertreiben!
Jakobus 5,7-11
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Dienstag 18. Juni 2013, 02:01

Dienstag, 18. Juni 2013

Auge um Auge, Zahn um Zahn; die Verletzung, die er dem anderen zugefügt hat, soll man ihm auch zufügen.
3. Mose 24,20
Vergeltung und Vergebung

Wenn ein Mensch in böser Absicht einem anderen einen Schaden zugefügt hatte, sollte er nach dem Gesetz Israels in der gleichen Weise bestraft werden. Der Tagesvers wird oft zitiert, um dem Alten Testament Rachegedanken zu unterstellen, aber in Wirklichkeit ist er eine scharfe »Vergeltungsbegrenzung«. Denn schon auf den ersten Blättern der Bibel brüstet sich ein Nachkomme Kains: »Fürwahr, einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Knaben für meine Strieme. Wenn Kain siebenfach gerächt wird, so Lamech siebenundsiebzigfach« (1. Mose 4,23-24). Diese Spirale der Gewalt sollte mit dem oben genannten Gebot verhindert werden.
Aber in den Sprüchen Salomos - also schon im Alten Testament - findet man auch einen Hinweis auf die höhere Form der Reaktion auf das Böse: die Vergebung!
»Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser, denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird's dir vergelten« (Sprüche 25,21-22).
Jesus Christus geht im Neuen Testament noch einen Schritt weiter: »Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar... Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist!« (Matthäus 5,38-45).
Das hat Jesus während seines Leidens und Sterbens selbst praktiziert. Nur auf diese Weise konnten die Macht des Bösen gebrochen, der Satan besiegt und wir Menschen gerettet werden.
Aus diesem Grund können auch wir heute mit der Gesinnung Jesu die Spirale des Bösen durchbrechen!

Günter Seibert
Was dient dem Frieden mehr, die Vergeltung oder die Vergebung?
Vergebung befreit und lässt aufatmen!
5. Mose 32,35-40
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Mittwoch 19. Juni 2013, 10:14

Mittwoch, 19. Juni 2013

… und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!
Matthäus 28,20
Bibelpaket: Die Zehn Gebote

Als Gott die Welt gemacht hatte, war alles darin schön, friedsam und gut. Aber dann drang das Böse in diese Idylle und versuchte, alles zu zerstören. Mord, Hass, Geiz, Lüge, Verrat und Gier verseuchten immer stärker das Zusammenleben der Menschen. Um unter solchen Umständen ein Leben zu ermöglichen, das nicht nur aus Grausamkeit oder Angst besteht, hat Gott seinem Volk die Zehn Gebote gegeben.
Je mehr Leute sich danach richten, umso mehr wird das Böse in jeder Hinsicht zurückgedrängt, sei es im persönlichen Leben, in dem der Familie oder in dem eines ganzen Volkes. Denn wie jeder ehrliche Mensch zugeben muss, hat man in unserer Welt nicht nur gegen die Bosheit der anderen zu kämpfen, sondern man entdeckt in sich selbst die gleichen Tendenzen, die uns bei unseren Mitmenschen zu schaffen machen. Und sich selbst zu besiegen, ist so schwer, dass wir es höchstens punktuell und ab und zu fertigbekommen.
Somit haben die Gebote eine zweifache Aufgabe:
1. Sie sollen das Zusammenleben der Menschen erträglich machen und
2. sie sollen uns zeigen, dass wir aus uns heraus niemals so werden können, wie der heilige und gerechte Gott es fordern muss.
Wer nun seine eigene Schwäche nicht wegdiskutiert oder sich selbst betrügt, kommt zu dem Schluss, dass er jemanden braucht, der ihm hilft, Gottes Forderungen zu erfüllen. Darum heißt die Nachricht über Jesus Christus auch Evangelium, d. h. Gute Botschaft, weil sie den Hilflosen Hilfe und den Schwachen Kraft geben will.
Die Gebote zeigen uns also, wie sehr wir Gottes Hilfe brauchen. Und wenn wir unseren Stolz begraben, schenkt er uns den Glauben, dass Christus für uns alles getan hat, was wir nie hätten tun können.

Hermann Grabe
Warum reicht das millionenfache Versagen der Menschen nicht aus, sich erlösungsbedürftig zu empfinden?
Gott ist wahrhaftig, darum will er, dass auch wir anfangen, wahrhaftig zu werden.
Römer 7,7-13
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Donnerstag 20. Juni 2013, 09:19

Donnerstag, 20. Juni 2013

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Land Ägypten, aus der Knechtschaft. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir!
2. Mose 20,2-3
Erstes Gebot: Andere Götter?

Da zeigt ein Mann seiner Frau ein schönes Foto von ihr und sagt, das würde er in seinem Büro in der Stadt aufhängen, um immer an sie zu denken. Sie freut sich darüber und über die Zuneigung ihres Mannes. Nach einiger Zeit hat sie in der Stadt etwas zu erledigen und nimmt die Gelegenheit wahr, ihn in seinem Büro zu besuchen. Wie muss sie doch erschrocken und enttäuscht sein, wenn sie neben ihrem Bild in gleicher Größe und Aufmachung die Bilder einiger Frauen aus der gemeinsamen Bekanntschaft erblickt!
Nun, das ist nur ein Gleichnis, und es hinkt, wie es alle Gleichnisse tun; denn Gott ist niemals erschrocken oder enttäuscht, weil er alles im Voraus weiß. Aber warum verbietet er es denn so deutlich?
Die Antwort ist: Nur Gott allein, der unser Schöpfer ist, hat alle, die zu ihm gehören, aus der Knechtschaft des Bösen befreit, und er allein kann auch alle retten, die noch in dieser Gefangenschaft sind. Darum dürfen wir nichts »neben ihn«, also auf die gleiche Stufe mit ihm stellen. Ihm allein kommt alle Ehre zu für alles, was im Himmel und auf der Erde geschieht. Durch »andere Götter« verunehren wir den wahren Ursprung allen Seins. Aber nicht das allein, wir schaden damit auch uns selbst; denn diese »anderen Götter« sind nichts anderes als die Strohmänner, die wir vorschieben, um unseren Willen gegen Gottes Willen durchzusetzen. Im Grunde ist es unser Ich, unser Selbst, das sich da neben Gott stellt und herrschen will.
Wie können wir dann noch mit Gottes Segen für unsere Seele und auch für all unser Tun und Lassen rechnen? Also: Gott allein gebührt alle Ehre und uns gebührt, ihm in allem recht zu geben und ihm dankbar und gehorsam zu sein.

Hermann Grabe
Welche »anderen Götter« möchten sich bei Ihnen einschleichen?
Diese »anderen Götter« sehen unseren Begierden und Wünschen ähnlich wie ein Ei dem anderen.
Jesaja 45,5-7
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Freitag 21. Juni 2013, 12:24

Freitag, 21. Juni 2013
Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgendein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten auf der Erde... Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott!
2. Mose 20,4-5
Zweites Gebot: Wie sehen die Götzen von heute aus?
Mancher Leser mag denken: »Ich bete zu keinem Gott, dann kann man mir aus diesem Gebot schon mal keinen Strick drehen.« Aber wäre dieses Gebot damit für uns schon erledigt? Ich meine, nicht. Alles, was wir tun, um unsere Wünsche zu befriedigen, ohne nach Gott zu fragen, und woran wir unser Herz hängen, sind solche Götter. Für sie sind wir sogar bereit, große Opfer zu bringen, oder anders herum, andere Menschen leiden zu lassen. All das wird hier als Götzenanbetung und als Götzendienst bezeichnet. Und all das erregt Gottes Zorn. Er bezeichnet sich in diesem Gebot sogar als eifersüchtig auf diese Götzen, denen sich Menschen zuwenden, um ihnen die Ehre zu geben, die nur Gott zusteht.
»Eifersüchtig sein ist aber doch nichts Gutes«, mögen manche denken. Nun, wenn Menschen eifersüchtig sind, richten sie fast immer großen Schaden an, weil ihre auf sich selbst konzentrierte Denkweise sie zu Taten treibt, die nichts als Elend produzieren. Gottes Eifersucht ist anders zu verstehen. Es geht um die absolute Wahrheit, dass Gott allein die Quelle von allem ist, sowohl im Himmel als auch auf der Erde oder unter der Erde. Darum, um dieser Wahrheit willen, kann und darf er nicht zulassen, dass wir jemandem etwas zuschreiben, was nur Gott allein zukommt. Würde er sich das gefallen lassen, entspräche das nicht seiner Wahrheit; denn was irgendjemand hat oder kann, wurde ihm in jedem Fall zuvor von Gott gegeben.
Das klingt vielleicht alles ein wenig schwierig oder theoretisch, ist aber von allergrößter praktischer Bedeutung; denn nur in Übereinstimmung mit Gott können wir auf die große Güte hoffen, die er denen verheißt, die seine Gebote halten.

Hermann Grabe

Welcher »Götze« hindert Sie, Ihren Lieben die Freude zu machen, die sie von Ihnen erhoffen?
Götzen muss man gründlich entsorgen, sonst tauchen sie schnell wieder auf.
Psalm 73,25
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Samstag 22. Juni 2013, 19:58

Samstag, 22. Juni 2013
Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
2. Mose 20,7
Drittes Gebot: So etwas kann doch nicht gut gehen
Welcher Chef, der Meyer heißt, würde es lange mit anhören, wenn einer seiner Lehrlinge dauernd rufen würde: »Mensch Meyer!«, wenn ihm irgendetwas schiefging, oder auch wenn er etwas sauber hingekriegt hat? Ich glaube, keiner.
Aber ebenso glaube ich, dass wohl kein Lehrling das machen würde, weil ihm ja bewusst ist, dass sein Chef so heißt, und er es doch nicht so primitiv und mutwillig auf einen Konflikt ankommen lassen will. Was kann man dann aber von dem Gottesbild eines Menschen halten, der dauernd »Gott« im Munde führt und ihn manchmal sogar noch mit einem Fluch verbindet? Im 36. Psalm steht: »Die Übertretung des Gottlosen spricht im Innern meines Herzens: Es ist keine Furcht Gottes vor seinen Augen« (Vers 2). Ein Mensch, der Gottes Namen missbraucht, glaubt höchstwahrscheinlich gar nicht, dass es Gott gibt, sonst müsste er ja lebensmüde sein angesichts der Größe des Allmächtigen. Oder meint so einer, Gott sei alt und völlig taub geworden?
Vielleicht noch schlimmer ist es, mit dem Namen Gottes sozusagen als Eidesformel etwas zu bekräftigen, von dem man weiß, dass es gelogen ist. Dieser Gedanke liegt auch diesem Gebot zugrunde. Es ist klar, dass Gott sich nicht zu einer solchen Niedertracht benutzen lässt, weil es da doch oftmals um das Geld oder - was meist noch schlimmer ist - um den Ruf des Geschädigten geht.
Diesem dritten Gebot wird deshalb die Warnung angehängt, dass Gott den nicht ungestraft lassen wird, der so etwas tut.
Es wäre gut, wenn wir den Mut aufbrächten, einem so töricht daherredenden Menschen zu sagen, dass es höchst gefährlich ist, was er da treibt. Hört er darauf, haben wir ihm einen echten Dienst erwiesen.

Hermann Grabe

Was wäre ein richtiger Umgang mit dem Namen Gottes?
Wir sollen in Gott den Ausdruck alles erdenklichen Guten sehen.
Richter 13,17-18
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Sonntag 23. Juni 2013, 23:00

Sonntag, 23. Juni 2013
Gedenke des Sabbattages, ihn zu heiligen!
2. Mose 20,8
Viertes Gebot: Der Sabbat, ein Bundeszeichen für Israel
Dieses Gebot gilt nach 2. Mose 31,13 ausdrücklich dem Volk Israel als Zeichen des Bundes Gottes mit ebendiesem, seinem Volk. Wir Christen sind ebenfalls froh, dass es alle sieben Tage einen Tag der Ruhe gibt, doch feiern wir seit dem Tod von Jesus Christus den ersten Tag der Woche, nicht den siebten, weil der Herr Jesus Christus am ersten Tag der Woche auferstanden ist.
Um die Produktion zu erhöhen, hatte man im kommunistischen Russland den Sieben-Tage-Rhythmus durch eine Dekade, einen Zehn-Tage-Rhythmus, ablösen wollen. Doch stellte man das schnell wieder um, weil die Leute zu oft krank wurden. Der Sieben-Tage-Rhythmus ist Gottes Ordnung, der Bio-Rhythmus, für unseren Körper. Im Alten Testament wird ausdrücklich gesagt, dass sich nicht nur die Juden, sondern auch ihre Mägde und Knechte, ja, ihre Ochsen und Esel, am Sabbat erholen sollten. Welch ein Vorteil war das gegenüber allen Menschen weltweit, die ohne Unterbrechung 365 Tage im Jahr schuften mussten, sofern sie keine Diener hatten.
Für uns Christen gelten nicht die rigorosen Sabbatgebote der Juden; doch sollten auch wir uns fragen, ob wir diesem großen Geschenk des freien Tages gerecht werden, wenn wir ihn nicht »heiligen«, also nicht für Gott und seine Sache verwenden, sondern ihn mit allen möglichen Zerstreuungen füllen, die man ohne Gott erleben kann und von denen man sich dann am »blauen Montag« erholen muss.
Besonders an diesem Gebot sehen wir, dass Gottes Fürsorge für seine Menschen viel weitblickender ist als unsere Vorstellungen von dem, was gut für uns ist. Wir sollten uns in allem, was sein Wort vorschreibt, leiten lassen, damit es uns wohlgehe.

Hermann Grabe

Wie gestalten Sie den Sonntag?
Dankbarkeit für diesen Ruhetag erweist sich im Dank an den Stifter.
Hesekiel 20,12
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Re: Leben ist mehr

Ungelesener Beitragvon ShalomGemeinde » Montag 24. Juni 2013, 17:49

Montag, 24. Juni 2013
Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tag verlängert werden in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.
2. Mose 20,12
Fünftes Gebot: Das einzige Gebot mit Verheißung
Vor einiger Zeit sah ich eine Vierjährige aus der Haustür gehen. Bald darauf stürzte ihr Vater hinterher und schrie ihr nach, sie solle zurückkommen. Die Kleine verlangsamte nicht einmal ihren Schritt, geschweige denn, dass sie sich nach dem »Alten« umgedreht hätte. Schließlich rief ihr der Vater nach: »Bleib nicht zu lange!« Damit wollte er einen winzigen Rest Autorität retten. Aber was hielt diese kleine Person von ihrem großen Vater? Scheinbar gar nichts.
Weil Gott das kommen sah, ist dieses Gebot wohl nicht nur das einzige mit Verheißung, sondern außer dem Sabbatgebot für die Juden auch das einzige, das mit einem Befehlswort anfängt. Alle folgenden Gebote müsste man nämlich wörtlich übersetzen: »Nicht wirst du morden, ehebrechen, stehlen« usw. Es ist, als ob Gott seinem Volk sagte, dass sie all das Schlechte doch unmöglich machen könnten. Nur in Bezug auf Vater und Mutter gab Gott sofort den Befehl, sie zu ehren. Das Wort »ehren« heißt im Alten Testament auch wertschätzen, verherrlichen und für gewichtig halten. Wie nötig dieser Befehl ist, können wir heute überall daran sehen, wie Kinder mit ihren Eltern umgehen dürfen. Konnte früher eine Mutter - zwar unter Anstrengungen und Entbehrungen - zehn Kinder erziehen, ist sie heute oft schon von einem einzigen Kind restlos überfordert.
So, wie das Gebot an das ganze Volk gerichtet ist, bezieht sich auch das lange Leben auf das Volk als Ganzes. Es würde in Frieden und Wohlstand von Generation zu Generation weiterleben, wenn die Kinder den Eltern gehorchten. »Zustände wie im alten Rom« sind in der Geschichte stets Zeichen des baldigen Verfalls und Untergangs gewesen.

Hermann Grabe

Wie steht es bei Ihnen mit dem Eltern-Kind-Verhältnis?
Die Eltern haben das Recht, aber auch die Pflicht, zu erziehen.
Lukas 2,49-52
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